Kritik an Gebühren

13. Oktober 2018. Die Frankfurter Rundschau hat einen Beitrag zu Aktivitäten des AK Willkommen veröffentlicht:

"Flüchtlingshelfer kritisieren Kosten von 375 Euro für einen Platz in der Gemeinschaftsunterkunft. Arbeitende Flüchtlinge werden so nicht besser gestellt als Leistungsbezieher..."

Link zum vollständigen Beitrag auf www.fr.de...

 

Das nächste Begegnungscafé

11. Oktober 2018. Am vorletzten Oktober-Wochenende veranstaltet der AK Willkommen wieder ein Internationales Begegnungscafé:

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Integration voranbringen

8. Oktober 2018. Es tut sich etwas bei der Integration: Unter den Stichworten "Spurenwechsel" und "Einwanderungsgesetz" sollen wenn auch zu erschwerten Bedingungen die Bleibeaussichten für Geflüchtete verbessert werden. Die Hürden sind nicht einfach zu nehmen. Eine der wesentlichen Hürden bilden die Sprachbarrieren und die erfolgreiche Bewerbung um einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz, der Geflüchtete unabhängig macht von staatlicher "Stütze".

Mit der Neuorganisation der Unterrichts und dem Aufbau einer "persönlichen Bildungsplanung" möchte der AK Willkommen die Chancen für die Geflüchteten in Seligenstadt und Umgebung erhöhen. Dazu hat der AK Willkommen ein entsprechendes Netzwerk aufgebaut: So können die staatliche Förderung und die ehrenamtliche Unterstützung durch FLIDUM und andere Einrichtungen des Arbeitskreises besser miteinander verzahnt werden. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass von allen Geflüchteten der dazu erforderliche Informationshintergrund verfügbar ist. 

Diese Aktion startet der AK Willkommen mit einem Screening ab Montag, 15.Oktober bis Donnerstag, 18.Oktober, jeweils ab 17 Uhr im FLIDUM.

Unsere dringende Bitte an alle Helferinnen und Helfer:
Bitte helft mit, dass möglichst viele Geflüchtete in dieser Zeit in das FLIDUM kommen. Nur dann ist es möglich, qualifiziert zu helfen. Bitte auch den Hinweis geben: Ausweis mitbringen! Vielen Dank für die Unterstützung. 

 

Wohnsituation

29. September 2018. Noch immer sind weit mehr als 200 Asylverfahren in Seligenstadt, Hainburg und Mainhausen nicht rechtsgültig abgeschlossen. Zum Teil warten Geflüchtete in den 3 Orten schon mehr als 3 Jahre auf ihren entgültigen Bescheid.

Die vielfältigen Belastungen für die Geflüchteten steigen damit: sowohl hinsichtlich der Ängste und Verunsicherung über die weitere Perspektive, als auch mit Blick auf die Wohnsituation. Asylbewerber sind in Hessen gezwungen, in Gemeinschaftsunterkünften zu wohnen. Es gibt allerdings auch einige Ausnahmen. Die beiliegenden Zahlen verdeutlichen das:

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FLIDUM stellt sich neu auf

29. September 2018. Nach fast 2 1/2-jährigem Bestehen des Sprach- und Integrationszentrums FLIDUM (Flüchtlinge lernen integrativ Deutsch und mehr) werden die organisatorischen Strukturen den neuen Herausforderungen in der Integration und Sprachbildung der Geflüchteten angepasst. Hunderte von Geflüchteten haben die Einrichtung des AK Willkommen in Seligenstadt bisher in Anspruch genommen und Kurse besucht. Auch die Funktion als Integrationszentrum wird von den Geflüchteten sehr gut angenommen. In der Bevölkerung spüren wir die positive Resonanz. Integration ist machbar das ist unsere feste Überzeugung. Sie erfordert aber auch die ständige flexible Anpassung an die Entwicklung.

Eine dieser Entwicklungen ist, dass immer mehr Geflüchtete in unserer Region einen Arbeitsplatz finden. Dazu begleitend bedarf es eines qualifizierten, ggf. berufsspezifischen Sprachunterrichts. Auch die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz setzt hohe sprachliche Anforderungen voraus und während der Berufsausbildung ist berufsbegleitende Unterstützung erforderlich, vor allem mit Blick auf die Anforderungen in den Berufsschulen. Sorgen bereitet den Helferinnen und Helfern des AK Willkommen die aus unserer Sicht noch viel zu geringe Quote der Frauen, die aufgrund der leider nicht ausreichend zur Verfügung gestellten Kinderbetreuung für die Kursbegleitung keine Kurse im FLIDUM besuchen können.

Um diesen veränderten Anforderungen gerecht werden zu können und um eine differenziertere Kursplanung zu ermöglichen, organisiert das Sprachhelfer-Team eine umfassende Bestandsaufnahme und Neuorganisation. Da zunehmend auch geflüchtete Menschen aus den Nachbargemeinden Hainburg und Mainhausen FLIDUM nutzen, werden diese Geflüchteten auf ihren Wunsch hin einbezogen.

Helferinnen und Helfer gesucht
Wichtig ist: Alle, die Interesse an einem Sprachkurs haben oder bereits an einem Sprachkurs teilnehmen, müssen aufgrund der neuen europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) neu registriert werden. Die Verwaltung des FLIDUM stellt daher vollständig auf die digitale Speicherung von Daten um. Als Kooperationspartner verschiedener Einrichtungen wollen wir die Entwicklungen der Kurse und die Teilnahme an den Kursen dokumentieren. Das hat sich für die Zusammenarbeit zum Beispiel mit Pro Arbeit, mit der Ausländerbehörde und mit verschiedenen Arbeitgebern bewährt. Dadurch lässt sich eine gemeinsame Bildungsförderung besser organisieren.

Als ehrenamtlich Tätige haben wir keine Verwaltungskräfte für diese Aufgaben. Für die Umsetzung der Maßnahme bitten wir daher um Ihre Unterstützung:

  • Bitte weisen Sie die Geflüchteten auf die nachfolgend genannten Termine hin.
  • Helferinnen und Helfer, die sich eine Begleitung oder eine Mithilfe im FLIDUM vorstellen können, sind in unserem Team herzlich willkommen.
  • Auskunft erhalten Sie per E-Mail: kontakt(at)ak-willkommen(dot)org

Das Sprachscreening und die Erfassung erfolgen in der Zeit vom 15. bis 18. Oktober 2018 im FLIDUM, Kolpingsstraße 36 in 63500 Seligenstadt.

Termine zum Sprachscreening:

  • Montag, 15.10. ab 17 Uhr - Teilnehmer aus Klein-Welzheim und Froschhausen
  • Dienstag, 16.10. ab 17 Uhr - Teilnehmer aus Hainburg und Mainhausen
  • Mittwoch, 17.10. ab 17 Uhr - Teilnehmer aus Seligenstadt (Kernstadt)
  • Donnerstag, 18.10. ab 17 Uhr - Teilnehmer an VHS-Kursen und Nachholtermin

In Seligenstadt wohnende Zuwanderer, die Interesse an einer Sprachförderung haben, können sich gern ebenfalls zu diesen Terminen im FLIDUM melden.

 

Gegen drastische Erhöhung der Nutzungsgebühren

17. September 2018. Mit einem gemeinsamen Positionspapier sprechen sich die Flüchtlingsinitiativen des Kreises Offenbach gegen die drastische Erhöhung von Nutzungsgebühren aus, die Geflüchtete für die Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften bezahlen.

Durch Beschluss des Kreistages, der von allen Gemeinden übernommen wurde, erhöhen sich die monatlichen Nutzungsgebühren von bisher 194 Euro auf 375 Euro. Dadurch werden die vielfältigen Integrationsmaßnahmen – insbesondere für Geflüchtete, die mittlerweile eine Arbeit oder Ausbildung angetreten haben – sowie die Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer konterkariert. Details entnehmen Sie bitte dem Positionspapier.  

Die Initiativen haben in einem ersten Gespräch mit dem Kreis Offenbach versucht, Lösungen zu erarbeiten und Entlastungen zu erreichen. Das ist bisher nicht gelungen. Die Vertreter der Initiativen werden nun über weitere Möglichkeiten beraten. 

 

Bessere Zukunft durch Bildung

10. September 2018. Drei Jahre lang lebte Kristina Dako mit ihrer Familie in Froschhausen. Dort besuchte sie die Grundschule, wo sie individuell gefördert werden konnte. In einer Familie, in der die Erwachsenen nicht lesen und schreiben können, ist das keine Selbstverständlichkeit.

Eigentlich sollte Kristina nun die 5. Klasse der Merianschule besuchen, doch die Familie erhielt keine Aufenthaltserlaubnis und wurde zurück nach Albanien geschickt. Die Presse und der AK Willkommen haben wiederholt darüber berichtet.

Nun möchten wir Kristina eine gute Perspektive ermöglichen: Einen Schulabschluss, evtl. sogar zweisprachig und damit eine hohe Chance, den Kreislauf aus Analphabetismus, Arbeitslosigkeit und Armut zu durchbrechen.

Dafür benötigen wir Ihre Unterstützung:
Kristina soll die Schule in Tirana wenigstens drei Jahre lang besuchen. Für die Schule fallen monatliche Gebühren in Höhe von etwa 250,- € an. Daher benötigen wir möglichst regelmäßig Spenden. Bitte spenden Sie und unterstützen Sie Kristina mit einem Dauerauftrag auf folgendes Spendenkonto:

Sparkasse Langen-Seligenstadt
IBAN: DE07 5065 2124 0001 004043
Evangelische Kirchengemeinde Seligenstadt und Mainhausen
Stichwort: Kristina

Natürlich können Sie Ihren Spendenbeitrag auch jährlich überweisen. Zudem können Sie eine Spendenquittung erhalten. Wenn Sie Fragen haben, stehen wir Ihnen gern persönlich und per E-Mail zur Verfügung:
leonie(dot)krauss-buck(at)seligenstadt-evangelisch(dot)de

In Kristinas Namen bedanken wir uns herzlich für Ihr Engagement.
Andrea Eubel, Vors. des Kirchenvorstands
Irmela Maurice, Gemeindemitglied und Patin von Kristinas Familie

Flyer zum Spendenaufruf: Zum Vergrößern auf das Bild klicken


5. Mahnwache in Seligenstadt

6. September 2018. Ganz unter den Ereignissen der rassistischen Auftritte rechtsradikaler Gruppen und der AFD stand die 5. Mahnwache in Seligenstadt, an der erneut mehr als 100 Teilnehmer ihre Forderungen nach Seenotrettung zum Ausdruck brachten.

Foto: AK Willkommen

Pfarrerin Leonie Krauß-Buck von der Ev. Kirchengemeinde Seligenstadt/Mainhausen schilderte anhand ihres persönlichen Werdegangs ihren Weg im Ringen um die demokratischen Werte, um Humanität und Respekt, aber auch die Notwendigkeit der Abgrenzung zu Rassismus und zu der Verherrlichung der Verbrechen der Nationalsozialisten.

Die Seligenstädter Mahnwache wird am Mittwoch, dem 12.9.2018 um 19 Uhr auf dem Marktplatz fortgeführt: Seligenstadt zeigt Haltung.

 

Geänderte Aufgabenstellung Und: Haltung zeigen

3. September 2018. Mit der Zielsetzung unseres Arbeitskreises – Unterstützung der Flüchtlinge, Integration, Willkommenskultur – haben wir vor fast vier Jahren verdeutlicht, wofür wir stehen. In Seligenstadt sind jetzt die Aufgaben der Flüchtlingshilfe hinsichtlich der Versorgung der Geflüchteten befriedigend organisiert: Die Aktivitäten in Bezug auf Sprache, Arbeit und Berufshilfen sind im FLIDUM gut aufgestellt.

Nun liegt der aktuelle Fokus aufgrund der aktuellen politischen Situation bei der Aufgabenstellung der Willkommenskultur. Unter Willkommenskultur haben wir immer verstanden, die nach Seligenstadt Geflüchteten fair und gastfreundlich zu empfangen und auch die Aufnahmebereitschaft der Stadtbevölkerung für die Zugewanderten zu fördern. Die Grundvoraussetzung für ein friedliches Zusammenlaben ist das Definieren gemeinsamer Spielregeln, geprägt von gegenseitigem Respekt und von Akzeptanz der gesellschaftlichen Regeln in unserer Stadt und in unserem Land – Regeln, die im Wesentlichen durch unser Grundgesetz geprägt sind. Dabei sind alle zu fördern und zu fordern.

Zurzeit entwickelt sich in unserem Land eine Stimmung, die überhitzt, gefährlich und von irrationalen Ängsten geprägt ist – begleitet leider auch von dem Gefühl, dass die politischen Rezepte mehr Hilflosigkeit als klare Strategien vermitteln. Genauso wie es die Zivilgesellschaft im Jahr 2015 geschafft hat, die Herausforderungen der Zuwanderung zu meistern, ist es heute wichtiger und dringender denn je zuvor, dass die Weichen wieder in Richtung respektvoller Umgang, Sachlichkeit und demokratische Grundregeln gestellt werden. Dabei ist immer wichtig, im Blick zu behalten: Es geht um Menschen, um menschliches (humanes) Verhalten im Umgang miteinander.

Mit unseren Begegnungscafés, und mit den persönlichen Patenschaften versuchen wir in Seligenstadt – wie ich meine: mit Erfolg – in diese Richtung zu wirken. Dennoch: Wir müssen mehr tun, um die Stimmung und das Verständnis zu halten und zu verbessern.

Die in Seligenstadt lebenden Geflüchteten verfolgen wie wir die allgemeine Situation in Deutschland. Sie betrachten diese Situation wie wir mit Sorge. Sie haben Angst. Angst ist immer gefährlich, vor allem die sich davon ableitenden Aktionen.

Wir brauchen auch in Seligenstadt eine engere Verzahnung, eine weitere Öffnung, mehr Patenschaften. Wir sollten unsere Gäste noch mehr in unsere Mitte nehmen.

Und:
Wir müssen lauter werden. Es kann nicht sein, dass eine radikale Rechte die Diskussion über die Migrationspolitik bestimmt – über die Mehrheit des Volkes hinweg.

In diesem Zusammenhang hier ein Ausschnitt aus einer Untersuchung, wie sich die "Meinungsschichten" in Deutschland zusammensetzen. Nutzen wir unsere Chance für eine demokratische und humane Gesellschaft – gefährdet wird sie nicht von einer radikalen Minderheit, wenn wir als Mehrheit nicht länger schweigen.

Wir brauchen mehr Menschen für die Patenschaften mit Geflüchteten.
Kommt zum Begegnungscafé!
Kommt zur Mahnwache: mittwochs um 19 Uhr auf dem Marktplatz!

Das Institut Ipsos hat für die Organisation More in Common die Einstellungen zu nationaler Identität, Einwanderung und Flüchtlingen in Deutschland untersucht. Demnach teilt sich die deutsche Gesellschaft keineswegs in zwei, sondern vielmehr in fünf etwa gleich große Gruppen auf (siehe Grafik). In jeder dieser Gruppen gibt es zur Flüchtlingsfrage – aber auch darüber hinaus – sehr unterschiedliche grundsätzliche Werte und Einstellungen.

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Während Politik und Medien vor allem den radikalen Gegnern von Einwanderung viel Aufmerksamkeit widmen, bleibt die Mitte der Gesellschaft weitgehend unbeachtet. Etwa die Gruppe der sogenannten humanitären Skeptiker. Diese Bürgerinnen und Bürger sind zwar humanitär eingestellt und wünschen sich Hilfe für Menschen, die vor Krieg und Not nach Deutschland fliehen. Dennoch haben sie Ängste, etwa hinsichtlich der Integration von Flüchtlingen oder möglicher negativer Folgen für Deutschland. Ihre Sorgen beziehen sich also nicht auf die Einwanderung selbst, sondern auf die Zeit danach. Die Debatte über die Begrenzung von Einwanderung der vergangenen Jahre dürfte diese Gruppe verfehlt haben.

 

Weitere Mahnwache auf dem Marktplatz

31. August 2018. Erneut versammelten sich am vergangenen Mittwochabend gut 70 Personen, um auf dem Markplatz in Seligenstadt an der "Mahnwache für sichere Häfen" teil zu nehmen. Die Mahnwache ist eine Initiative der Ev. Kirchengemeinde Mainhausen/Seligenstadt und wird am kommenden Mittwoch, 5. September 2018 an gleicher Stelle fortgesetzt. Der AK Willkommen in Seligenstadt - Ehrenamtliche helfen Flüchtlingen und Seligenstadt bleibt bunt unterstützen diese Aktion nachdrücklich: Die Situation der Geflüchteten, die aktuelle politische Situation und unser Verständnis von Humanität und Demokratie fordern gerade jetzt ein aktives Bekenntnis.

Die europaweite Initiative Seebrücke kommuniziert auf ihrer Website die kommenden Events. Auch Seligenstadt erscheint dort sehr oft: https://seebruecke.org/events/

 

Viele Teilnehmer bei 2. Mahnwache in Seligenstadt

17. August 2018. Noch mehr Seligenstädter kamen zur 2. Mahnwache auf den Marktplatz in Seligenstadt, um für eine humane Seenotrettung einzutreten. Pfarrerin Vitt schilderte eindrucksvoll die aktuelle Situation und forderte unter dem Beifall der mehr als 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein offenes Europa und sichere Häfen.

 

1. Mahnwache für Schiffbrüchige im Mittelmeer

10. August 2018. Die Offenbach-Post berichtet über den Start der Aktion Seebrücke in Seligenstadt:

Ein sicherer Hafen für Schiffbrüchige sein – eher eine ungewöhnliche Rolle für eine Stadt im Binnenland...

www.op-online.de...

 

Start der Aktion Seebrücke in Seligenstadt

9. August 2018. Menschen auf dem Mittelmeer sterben zu lassen, um die Abschottung Europas weiter voranzubringen und politische Machtkämpfe auszutragen, ist unerträglich und spricht gegen jegliche Humanität. Migration ist und war schon immer Teil unserer Gesellschaft! Statt die Grenzen dicht zu machen, brauchen wir ein offenes Europa, solidarische Städte und sichere Häfen.

Die SEEBRÜCKE ist eine internationale Bewegung, getragen von verschiedenen Bündnissen und Akteur*innen der Zivilgesellschaft. Wir solidarisieren uns mit allen Menschen auf der Flucht und fordern von der deutschen und europäischen Politik sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme der Menschen, die fliehen mussten oder noch auf der Flucht sind.

Foto: AK Willkommen

Mit 112 gezählten Teilnehmern startete die Mahnwache "Seebrücke" am 8.8.18 in Seligenstadt. Auf Initiative der Ev. Kirchengemeinde Mainhausen/Seligenstadt fand die erste Mahnwache in Seligenstadt statt. Pfarrer Franke begründete  eindringlich die Forderungen des Aktionsaufrufes der Seebrücke.

Die Mahnwachen sollen fortgesetzt werden: Die nächste findet am Mittwoch, 15.8.2018, von 19 bis 19.30 Uhr wieder auf dem Marktplatz statt.

Der AK Willkommen in Seligenstadt unterstützt diese Aktion nachdrücklich: Die Situation der Geflüchteten, die aktuelle politische Situation und unser Verständnis von Humanität fordern jetzt ein aktives Bekenntnis.

 

Kein glückliches Ende ein Kommentar

8. August 2018. Kommentar von Burkard Müller, Gründer und Koordinator des AK Willkommen in Seligenstadt:

"Nach dem Bekanntwerden der Rückführung der Familie Dako im Helferkreis des AK Willkommen steigt die Enttäuschung der Helfer, dass trotz der guten Integrationsarbeit, die auch in Seligenstadt geleistet wird, Landesregierung und Politik positive Ergebnisses gelungener Integration nicht zulassen. Hier wurden gute Lösungen erreicht, die Menschen in die Gesellschaft einzuführen diese Arbeit der ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürger wird ignoriert.

Politisch gefällt man sich darin, unter den Ländern eine Hitliste aufzustellen, welches Bundesland die meisten Abschiebungen durchgeführt hat. Dieser unsinnige Wettbewerb hat zur Folge, dass gerade die gut Integrierten und Gutwilligen für die Behörden besser greifbar sind und abgeschoben werden –  damit diese bessere Zahlen auf ihrer Hitliste haben. Es waren die Bürgerinnen und Bürger, die 2015 der Politik und den Behörden geholfen haben. Es ist aus meiner Sicht eine Schande, wie jetzt mit der Integrationsarbeit der Ehrenamtlichen umgegangen wird. Ein gönnerhaftes Dankeschön bei offiziellen Anlässen ist nicht das, was die Ehrenamtlichen wollen. Sie wollen Unterstützung für ihre Arbeit und echte Wertschätzung ihrer Arbeitsergebnisse. Dazu gehören zur Zeit etwas Mut und ein Umdenken."

Die Offenbach-Post berichtet über die Abschiebung von Familie Dako:

www.op-online.de...

 

Zurück in die "Heimat" eine Integrationsgeschichte ohne Happy End

6. August 2018. Seit drei Jahren lebt Familie Dako in Seligenstadt. Drei Jahre hat sie sich hier nach besten Kräften engagiert, integriert, selbst Hilfsbereitschaft gezeigt und viele Freunde gefunden. Dennoch müssen wir uns in Kürze von Elvis und Manuela Dako mit ihren drei Kindern Kristina (11), Paola (6) und der kleinen Emmi (2) verabschieden. Nach allen Versuchen, der Familie hier weiter wohnen zu lassen, ist nun auch die letzte Hoffnung, ein Bleiberecht aus humanitären Gründen zu erwirken, gescheitert. 



Familie Dako mit Freundinnen der Kinder im Jahr 2016


23 Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Politik, Ärzteschaft und beteiligten Organisationen empfahlen, Familie Dako bleiben zu lassen. Hauptgrund: Die Roma-Familie ist auf dem Balkan und vor allem in ihrem Herkunftsland Albanien nachweislich diskriminiert und von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen. Dennoch folgte das hessische Innenministerium der Empfehlung nicht.

Diese Entscheidung ist eine Enttäuschung für alle, die die Familie und ihr Schicksal genauer kennen. Vor allem die älteste Tochter Kristina litt unter den traumatisierenden Erfahrungen, die sie in Albanien machen musste. Sie war mittlerweile auf einem guten Weg, ihre noch immer tiefsitzenden Ängste zu verarbeiten.

Doch das Innenministerium setze die Hürde für die Familie hoch: Sie solle den kompletten Lebensunterhalt, 2.500 €, selbst erwirtschaften – das war die Bedingung. Für Eltern ohne Schul- und Ausbildung mit einem Kleinkind, das zu Hause betreut werden muss, ist das nahezu unmöglich. Dabei hat die Familie während der vergangenen drei Jahre viel für ihre Integration geleistet: Der Vater war ehrenamtlich aktiv bei Begegnungsfesten, half in der Fahrradwerkstatt, im Pferdestall oder bei Freunden im Garten aus, fand schließlich sogar eine Arbeit; die Mutter spricht gut Deutsch, Kristina und Paola besuchten regelmäßig die Schule bzw. den Kindergarten und fanden dort viele Freunde. Die beiden Mädchen brachten sich auch im Turnverein und im Chor der Harmonie Froschhausen ein, waren bei Begegnungsfesten oder Aktivitäten von Kristinas Klasse präsent.



Kristina (l.) und ihre Schwester Paola (vorn) mit Freundin bei einem Begegnungscafé im Frühjahr 2016

Nun sind sie zur Rückkehr nach Albanien gezwungen: Mitte August muss Familie Dako zurück nach Albanien reisen. Der AK Willkommen überlegt, wie er die Familie dabei unterstützen kann, in Tirana trotz aller Widrigkeiten Fuß zu fassen. Damit die Eltern und ihre drei Mädchen ein Dach über dem Kopf haben, möchten wir als Freunde und Aktive des AK Willkommen die Familie mit Spenden unterstützen. Ziel ist, bei der Finanzierung der Miete zu helfen und Geld für Lebensmittel zu überweisen. Daneben werden wir nach einer geeigneten Schule suchen, in der Kristina und Paola ohne Angst vor Diskriminierung weiter lernen können, denn Bildung ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass die Kinder später eine bessere Zukunftsperspektive haben. Wir sind dankbar für jeden Euro, den Sie der Familie spenden können.

Spendenkonto:
Kath. Pfarrgemeinde St. Marien – Flüchtlingshilfe
Sparkasse Langen-Seligenstadt
DE14 5065 2124 0001 1362 25
Verwendungszweck: Roma

Weitere Informationen zur Situation in Albanien vermitteln die folgenden Links:

 

 

Mahnwache SEEBRÜCKE

3. August 2018. Eine regelmäßig stattfindende Mahnwache hat Pfarrerin Leonie Krauß-Buck von der Ev. Kirchengemeinde angestoßen: Die Mahnwache wird erstmals stattfinden am Mittwoch, 8.8.2018, von 19-19.30 Uhr.

Die Teilnehmer möchten ein Zeichen setzen: Menschen auf dem Mittelmeer sterben zu lassen, um die Abschottung Europas weiter voranzubringen und politische Machtkämpfe auszutragen, ist unerträglich und spricht gegen jegliche Humanität. Migration ist und war schon immer Teil unserer Gesellschaft.

Statt die Grenzen dicht zu machen, brauchen wir ein offenes Europa, solidarische Städte und sichere Häfen. Auch in Seligenstadt wollen wir es nicht mehr wortlos hinnehmen, dass der Tod von Menschen im Mittelmeer in der Diskussion und in den politischen Entscheidungen billigend in Kauf genommen wird.

 

Fachärzte Rhein-Main unterstützen AK Willkommen in Seligenstadt

18. Juli 2018. Die Fachärzte Dr. med. Konrad Haßelbacher (links im Bild) und Dr. med. Detlev Debertshäuser (rechts) spendeten gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Emma Klinik und den Fachärzten Rhein-Main 600 Euro für den „Arbeitskreis Willkommen in Seligenstadt – Ehrenamtliche helfen Flüchtlingen“.

Foto: Fachärzte Rhein-Main


„Zur Steuerung unserer Hilfsangebote sind mehr als 200 ehrenamtliche Helfer für einzelne Bereiche oder ganze Sparten tätig. Sie treffen sich monatlich in der Steuergruppe, um alle Aktivitäten abzustimmen, Ideen aufzunehmen und sich gegenseitig zu unterstützen. Wir sind sehr dankbar, dass uns neben den zahlreichen Privatpersonen, Schulen, Vereine, Kindergärten, Firmen und Kirchen nun auch das Netzwerk der Emma Klinik unterstützt.“, so Burkard Müller (M.), Koordinator des Arbeitskreises.

Ziele des Arbeitskreises sind die Förderung und Stärkung der Willkommenskultur, die persönliche Betreuung der Flüchtlinge, das Vermitteln von Deutschkenntnissen, die Sicherstellung der Grundversorgung sowie die Integration der Flüchtlinge in das soziale und berufliche Leben. „Mit unserer Spende unterstützen wir gerne ein Seligenstädter Hilfsprojekt, das uns sehr am Herzen liegt. Das ehrenamtliche Engagement des Arbeitskreises ist vorbildlich und für uns Grund genug zu helfen.“, sind sich die Fachärzte einig.
Link zu www.fachaerzte-rhein-main.de

 

Politische Lage schürt Ängste

15. Juli 2018. Die Offenbach-Post berichtet:

Seligenstadt - Seit zwei Jahren gibt es das Sprach- und Begegnungszentrum FLIDUM (Flüchtlinge lernen integrativ Deutsch und mehr) in Seligenstadt. Im Nachgang einer kleinen Feier zum Jahrestag blickt der Arbeitskreis „Willkommen in Seligenstadt“ auf aktuelle Herausforderungen...
www.op-online.de...

 

Besuch von MdB Dr. Jens Zimmermann

13. Juli 2018. Am 12. Juni 2018 feierte FLIDUM in Seligenstadt sein zweijähriges Bestehen. Bereits zum zweiten Mal besuchte der Bundestagsabgeordnete Dr. Jens Zimmermann (SPD) am 11. Juli 2018 das Integrationszentrum des AK Willkommen in Seligenstadt, um sich vor Ort über den Stand der Arbeit der Flüchtlingshilfe zu informieren, aber auch, um mit den Helfern und Geflüchteten zu sprechen. Thema der Gespräche waren:

  • Fragen in Zusammenhang mit der Familienzusammenführung
  • Auswirkungen der Verwerfungen und Probleme des BAMF auf die Geflüchteten und die Arbeit der Helferinnen und Helfer
  • Stand der Sprachentwicklung
  • Ausbildung und Arbeitssituation der Geflüchteten in Seligenstadt und Umgebung

Im Fokus stand natürlich mit Blick auf die Flüchtlingsfrage auch die aktuelle politische Situation in Berlin. Dr. Zimmermann verdeutlichte, dass die Auftritte von Bundesinnenminister Seehofer eine schwere Belastung für die Regierungsarbeit bedeuten. Wichtige Themen, die jetzt umgehend angegangen werden müssten, dringen nicht durch. Die Herausforderungen, die sich durch die Digitalisierung ergeben, die Suche nach Konzeptionen für strukturelle Entwicklungen der Lebenssituation in Stadt und Land – sei es mit Blick auf Wohnungen oder zur Schaffung gleichwertiger Lebensbedingen –, die Sicherung der Altersversorgung, Fragen der Gesundheit – alle diese Fragestellungen dringen nicht durch und erhalten nicht den Stellenwert, der ihnen zukommt.

Dr. Jens Zimmermann (r.) zu Besuch im FLIDUM
Foto: AK Willkommen


Weiterhin sind wichtige Fragen zur Entwicklung in Europa und der Bündnispolitik zu klären – hier ist die Regierung gefordert. Angesichts der Ausgangslage ist die Art und Weise, wie der Innenminister in der auch wichtigen Frage der Migrationspolitik durch seine Auftritte das Land belastet, eine sehr fahrlässige und gefährliche Art, mit den tatsächlichen Herausforderungen für Deutschland umzugehen. Dies erschwere bis zum fast Unerträglichen die Regierungsarbeit.

Hanne Auer, Koordinatorin für den Sprachbereich des AK Willkommen und Koordinator Burkard Müller berichteten von den Sorgen der Helferinnen und Helfer, den Auswirkungen der Situation auf die Geflüchteten vor Ort. Zwar hat sich Horst Seehofer durch seine vagen Ankündigungen und die Auflistung von Absichtserklärungen rechtlich nicht durchsetzen können, aber er hat Ängste bei den Betroffenen ausgelöst. Das hat zur Folge, dass sich die Integration nur deutlich erschwert weiter entwickeln kann.

Hinzu kommt, so AK-Koordinator Burkard Müller, dass die sprachliche Verrohung und die pauschale Diskreditierung der Geflüchteten die Spaltung der Gesellschaft fördern und den Boden für eine weitere Entwicklung in Richtung Diskriminierung und Rassismus bereiten.

Es war ein für beide Seiten sehr anregendes Gespräch. Ein intensiverer Informationsaustausch mit der Politik und den Flüchtlingshelfern wäre wünschenswert. Wichtig ist, so MdB Dr. Zimmermann, miteinander das ständige Gespräch zu suchen, dass man sich gegenseitig zuhöre und auch bei unterschiedlichen Meinungen das Gemeinsame sucht. Mit Spaltung, Ausgrenzung und vordergründigen Parolen lassen sich vielleicht kurzfristig Wahlerfolge generieren, Lösungen sind das nicht – im Gegenteil: Es werden lediglich Ressourcen geblockt, die für eine positive nachhaltige Entwicklung in Deutschland wichtig wären.

Mit seiner Arbeit leistet der AK Willkommen in Seligenstadt einen positiven Beitrag, die Stadtgesellschaft zusammenzuhalten, betonte Dr. Zimmermann. Ihm ist wichtig, dass mehr miteinander statt übereinander gesprochen wird – das war auch sein Anliegen, sich vor Ort über den Stand der Flüchtlingshelfer in Seligenstadt zu informieren. 

 

2 Jahre FLIDUM

12. Juli 2018. Schon seit 2 Jahren gibt es das Sprach- und Begegnungszentrum FLIDUM (Flüchtlinge lernen integrativ Deutsch und mehr). Zum Jahrestag veranstaltete der Arbeitskreis Willkommen in Seligenstadt am 12. Juni dieses Jahres eine kleine Feier.

Seit der feierlichen Eröffnung am 12. Juni 2016 in der Kolpingstraße 36 haben Hunderte von Schülerinnen und Schülern aus Seligenstadt, Hainburg und Mainhausen einen der zahlreichen Kurse im FLIDUM belegt. Seit einem Jahr führt der AK Willkommen auch Kurse in Kooperation mit der VHS des Kreises Offenbach durch.

FLIDUM wird von den Geflüchteten sehr gut angenommen. In Zehntausenden Unterrichtsstunden haben die ehrenamtlichen Lehrkräfte Erstaunliches bewirkt, vor allem mit Blick auf die Vermittlung der deutschen Sprache. Mehr als 80 Geflüchtete haben mittlerweile einen Arbeitsplatz; die ersten Auszubildenden haben mit Bravour ihre Ausbildung erfolgreich gemeistert. Und die Nachfrage ist ungebrochen. Auch die nachhaltige, konsequente Teilnahme der Geflüchteten ist beachtlich.

FLIDUM ist aber mehr als nur eine Sprachschule. Mittlerweile ist es ein Integrationszentrum in vielerlei Hinsicht.

Sorgen macht den ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern die aktuelle politische Situation. Sie löst bei den Geflüchteten Ängste aus und macht es schwer, Motivation und möglichst positives Denken aufrechtzuerhalten. Wir wissen auch, dass es zur Frage der Bleibeaussicht unterschiedliche Meinungen gibt – aber ist es deshalb notwendig, geflüchtete Menschen zu beleidigen, zu beschimpfen und mit Bezeichnungen zu belegen, die nicht akzeptabel sind, auch wenn sie von Vertretern und Amtsträgern demokratischer Parteien kommen? Hier wird die schwierige Arbeit der Integration unterlaufen. Hier wünschen wir uns mehr Bekenntnisse zu einem humanen Umgang.

FLIDUM hat mittlerweile weit über Seligenstadt hinaus Aufmerksamkeit und Interesse gefunden. Das bezeugen auch die vielen Besuche von Institutionen und Vertretern anderer Gemeinden im FLIDUM. Noch nicht zu einem Besuch motivieren konnte der AK Willkommen bisher die CDU- und FWV-Fraktionen der Seligenstädter Stadtverordnetenversammlung. FDP, SPD und die Grünen haben sich bereits vor Ort ein Bild gemacht.

Auch unter den erschwerten Bedingungen wird der AK Willkommen seine Arbeit im FLIDUM – und nicht nur dort – fortsetzen. Solange die Seligenstädter Bevölkerung zu diesem Projekt steht, werden wir weitermachen. Die Mietkosten für die Räume übernimmt die Stadt, für den laufenden Schulbetrieb ist der AK Willkommen nach wie vor auf Spenden angewiesen.

Zurzeit laufen in den Sommerferien nur Ferienkurse, das neue Trimester startet Mitte August. 

 

Antidiskriminierungsberatung

4. Juni 2018. Beratungsangebote rund um das Thema Antidiskriminierung gibt es in Frankfurt in der Bildungsstätte Anne Frank. ADiBe berät und unterstützt Menschen in ganz Hessen, die Diskriminierung erfahren haben: kostenlos, vertraulich, barrierefrei, in verschiedenen Sprachen und auf Wunsch anonym. Das ADiBe Netzwerk Hessen wurde im September 2016 im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration eingerichtet. Es ergänzt die seit 2015 bestehende Antidiskriminierungsstelle im Ministerium.

Eines der Beratungsangebote der Bildungsstätte Anne Frank heißt response: Es richtet sich an Betroffene von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Response untertützt und begleitet bei der Verarbeitung der psychischen Folgen traumatischen Erlebens, gibt Orientierung im Strafrecht sowie im Umgang mit Behörden und dem sozialen Umfeld.

Wie die Bildungsstätte Anne Frank den AK Willkommen in Seligenstadt in einem Schreiben wissen ließ, unterstützt das ADiBe-Netzwerk Hessen mit derzeit 17 Mitgliedsorganisationen Personen, die Diskriminierung erfahren haben, bei der Arbeits- und Wohnungssuche, auf Ämtern, in der Freizeit. Zudem informiert es Betroffene über ihre Rechte nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG), holt Stellungnahmen der Verantwortlichen ein und entwickelt mit den Betroffenen mögliche Handlungsschritte.

 

Sonniges Jubiläumscafé im Mai

20. Mai 2018. Trotz des Fußballtrainings der Flüchtlingsmannschaften am selben Nachmittag und trotz Ramadan fanden am Samstag vor Pfingsten Hunderte von Besuchern den Weg in das 25. Begegnungscafé des AK Willkommen in Seligenstadt.

25 internationale Cafés in drei Jahren hat das Event-Team des AK Willkommen organisiert – eine beeindruckende Leistung. Und das Format wird nicht nur gut, sondern immer noch ein bisschen besser angenommen. Einige der Antworten des AK Willkommen auf die vielfältigen sinnigen und unsinnigen Vorschläge zum Thema Flüchtlingspolitik lauten: Nicht übereinander reden, sondern miteinander reden! Gemeinsam etwas unternehmen und sich gegenseitig zuhören! Sich nicht mit "Vorurteilen" gegenseitig fertig machen, sondern sich mit Respekt begegnen. „Das sind unsere Antworten und so leisten die Begegnungscafés einen wichtigen Beitrag für das Zusammenleben in Seligenstadt“, stellte Burkard Müller in seiner Begrüßungsrede zum Jubiläumscafé fest.

Bürgermeister Dr. Daniell Bastian, Stadtverordnetenvorsteher Dr. Richard Georgi, SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Gerheim und sein Kollege, der Stadtverordnete Michael Hollerbach (SPD), Grünen-Stadtverordneter Dr. Detlev Debertshäuser und der stellv. Vorsitzende des Kreisausländerbeirates Husamettin Eryilmaz – sie alle waren Gäste im Mai-Café.

Fotos: AK Willkommen

Sprachlehrer des FLIDUM führten eine Quizveranstaltung durch mit Fragen aus dem Einbürgerungstest und über Seligenstadt. Mancher "Deutsche" staunte, was Geflüchtete über unser Land und Stadt wissen und konnte selbst etwas dazulernen. Dr. Georgi überreichte den Siegerpreis zusammen mit Sprachkoordinatorin Hanne Auer an eine junge Dame aus Eritrea. Mit dem Zauberer Bertolini und den Thrillerpfeifen aus Mainz erfuhr die ohnehin gute Stimmung eine zusätzliche Steigerung. Mit toller Musik, einer Café-Zeremonie aus Eritrea und kleinen spontanen Einlagen der Gäste war es ein sehr gelungener Nachmittag. Das Buffet kam ganz offensichtlich bestens bei den Besuchern an. Sie verließen das Café mit vielen neuen Eindrücken. Die intensiven Gespräche an allen Tischen und Ecken haben auch gezeigt: Es gibt so vieles, das wir uns zu sagen haben – und es ist so wichtig, dass wir uns gegenseitig zuhören.

Das nächste Café öffnet seine Türen am 23. Juni 2018. Wir freuen uns darauf!

 

Herzlich willkommen zum 25. Begegnungscafé!

15. Mai 2018. Mit großer Intensität pflegt der "AK Willkommen in Seligenstadt – Ehrenamtliche helfen Flüchtlingen" neben der Grundversorgung, der Begleitung und Sprachvermittlung im Sprachzentrum FLIDUM das Internationale Café in Seligenstadt. Am kommenden Samstag, dem 19. Mai, findet es zum 25. Mal statt. Bürgermeister Dr. Daniell Bastian und Stadtverordnetenvorsteher Dr. Richard Georgi haben die Schirmherrschaft für das 25. Begegnungscafé übernommen.


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25. Internationale Begegnungscafé
Samstag, 19. Mai 2018
ab 15 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum
Jahnstraße, Seligenstadt

Mit Live-Musik der Band "Die Thriller Pfeifen", mit internationalem Buffet, einer kleinen Überraschung und vielen persönlichen Begegnungen. Auch der Zauberer "Bertolini" wird sich an diesem Nachmittag unter die Leute mischen, Tricks zeigen und für Kinder Luftballonfiguren entstehen lassen. 

Die Thriller Pfeifen: Knusper Pop meets Rock

Das Trio aus Mainz pfeift nach eigenen Angaben "verdammt ehrlich und sympathisch aus dem Herzen". Die Musiker Toto (Gesang/Gitarre), Kammi (Gesang/Bass) und David (Drums) kreierten die fünf Songs "Unperfekt", "Glücksstern", "Überlebenskunst", "Herzenslied" und "Drück nochmal auf Anfang". Eingängige Melodien, getrieben von groovigen Rhythmen in einem akustisch/elektrischen Gewand erinnern an Johannes Oerding, Bosse, Revolverheld oder Coldplay. Wortwitz und Lebenserfahrung machen die Songs auf dem Mini-Album "Überlebenskunst" aus. Es geht um Zwischenmenschliches, um den Alltag und Emotionen.

Die Begegnungscafés

Das 1. Internationale Café veranstaltete der AK Willkommen in Seligenstadt im Juli 2015. Die Begegnungscafés ermöglichen der Stadtbevölkerung, Geflüchtete in Seligenstadt kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen, vielleicht auch Patenschaften aufzubauen. Wer möchte, kann sich über die Situation der Flüchtlinge in Seligenstadt informieren. Die Helfer des Arbeitskreises berichten über ihr Engagement und beantworten Fragen der Besucher gern. eladen sind alteingesessene und neue Einwohner Seligenstadts, Menschen im Asylverfahren und Menschen, die eine oder noch keine Anerkennung haben, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund sowie alle, die sich für die Situation der Flüchtlinge interessieren. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Seit Mitte 2015 treffen sich in Seligenstadt geflüchtete Menschen, Helfer und interessierte Bürger, sprechen miteinander, verabreden sich zu gemeinsamen Aktivitäten. Sie essen und feiern miteinander, tauschen ihre Sorgen aus, erleben unterschiedliche Kulturen und künstlerische Darbietungen. Daraus sind Freundschaften entstanden und die Sichtweise auf die eigene Lebenssituation wurde verändert. Die Begegnungscafés des AK Willkommen sind mit ihren mehr als 6.000 Besuchern ein Erfolgsprojekt.

 

Im richtigen Zusammenhang

13. April 2018. Mehrfach wurde der AK Willkommen auf einen Bericht der BILD-Zeitung und auf ein Facebook-Posting auf der Seite von Bündnis90/DieGrünen Seligenstadt angesprochen. Dort werden vermeintliche Zitate mit Bild des Seligenstädters Rudi Rack wiedergegeben, die für uns Anlass waren, bei ihm selbst nachzufragen.

Wie seiner folgenden Antwort zu entnehmen ist, stellen sich seine Aussagen im Zusammenhang anders dar. Der AK Willkommen kann die Antwort von Herrn Rack nur bestätigen: In dem von ihm herausgegebenen Blatt "Der Seligenstädter" hat er stets umfassend über unsere Arbeit berichtet.

Wir halten diese Klarstellung für richtig und wichtig. Hier die Stellungnahme von Herrn Rack:

Sehr geehrter Herr Müller, 
haben Sie Dank für Ihre Nachricht. Ich habe bereits den Umlauf dieser Nachricht und die damit verbundene Hetzkampagne vernommen, hatte jedoch noch keine Möglichkeit, Stellung zu beziehen, weil ich weder ein Handy habe, noch Mitglied bei Facebook bin, welches ich als „soziales Netzwerk“ ablehne.

Die hier von BILD zitierte Passage wurde, wie Sie sich denken können, aus dem Zusammenhang gerissen. Gleich nach Veröffentlichung hatte ich mich schriftlich bei der BILD-Chefredaktion beschwert – allerdings ohne Antwort bis heute.

Beim bundesweiten Leser-Stammtisch der BILD-Zeitung (hier im Februar d. J. in Maintal-Hochstadt), zu dem ich eingeladen wurde, ist freilich auch das Thema Flüchtlinge zur Sprache gekommen. Meiner Ansicht nach setzten viele Flüchtlinge das Asylrecht gleichbedeutend mit Bleiberecht. Wörtlich sagte ich, dass diese Menschen nach Wiederherstellung des Friedens und der Ordnung in ihren Ländern zurückgehen und diese mit aufbauen sollten. (Stellen Sie sich einmal vor, unsere Großeltern und Eltern hätten das nach dem Zweiten Weltkrieg hierzulande nicht gemacht!)

Sehr geehrter Herr Müller, Sie als aufmerksamer Leser des SELIGENSTÄDTER haben sicherlich vernommen, dass wir und ich vom SELIGENSTÄDTER der freundlichen Aufnahme von Flüchtlingen und der Förderung Ihrer Integration sehr aufgeschlossen und positiv gegenüber stehen, was zahlreiche Artikel (oft auf dem Titelblatt) belegen. Alle anderen Behauptungen, die vor allem auf mich zielen, weil ich kein „Hofberichterstatter!“ (auch nicht für die GRÜNEN) bin, sind schlichtweg falsch. Ich darf Sie herzlich bitten, das so weiter zu geben.

In diesem Sinne hoffe ich auch weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit. Nach wie vor stehe ich voll und ganz hinter Ihrer für alle sehr wichtigen Arbeit und grüße Sie herzlich,

Rudi Rack,
auch im Namen meines Kollegen Rainer Alt, der hier seit 5 Jahren mitarbeitet und bei der Diskussion zugegen war.
 

 

Arbeit finden
5. April 2018. "Arbeit finden in Deutschland" heißt ein alltagstauglicher Ratgeber, den das Thünen-Institut Ende 2017 herausgegeben hat. Er enthält praktische Tipps und will geflüchteten Menschen Mut machen. Die 28-seitige Broschüre ist auf Deutsch und Arabisch erhältlich. Sie ist eine Ergänzung zum Ratgeber „Flüchtlinge einstellen – Tipps von Unternehmern für Unternehmer“, den das Thünen-Institut im Sommer 2017 herausgegeben hat.

 

Grundlage für beide Ratgeber waren deutschlandweit durchgeführte Fallstudien in 21 Betrieben, die erfolgreich Flüchtlinge eingestellt haben. In leitfadengestützten Interviews mit den Unternehmerinnen und Unternehmern und den eingestellten Flüchtlingen ging das Wissenschaftlerteam sowohl den Erfolgsfaktoren als auch den Hindernissen für eine Einstellung von geflüchteten Menschen auf den Grund. Karim Boutsoudine, Soziologe am Thünen-Institut, führte die Gespräche mit den Flüchtlingen zum Teil in ihrer Muttersprache und erfuhr so wichtige Details über die Herausforderungen und Probleme, mit denen die Geflüchteten zu tun hatten.

Beide Publikationen sind über die Webseite des Thünen-Instituts abrufbar als PDF und können per E-Mail an ratgeber@thuenen.de als Printexemplar kostenlos angefordert werden (bitte angeben, ob deutsch oder arabisch). Das Johann Heinrich von Thünen-Institut gibt es seit 2008. Es ist eines von vier Bundesforschungsinstituten.

Der AK Willkommen hat von beiden Publikationen gedruckte Exemplare angefordert, um sie im Sprach- und Begegnungszentrum FLIDUM auszulegen.

 

Hausaufgabenhilfe für Flüchtlingskinder
4. April 2018. Die Offenbach-Post berichtete am 3. April über die Hausaufgabenhilfe des AK Willkommen in Seligenstadt:
Amir und Amani steht ein großer Schritt bevor: Nach den Sommerferien wechseln die beiden zehnjährigen Flüchtlingskinder von der Seligenstädter Emma-Schule auf weiterführende Schulen. Dass sie gute Perspektiven haben, verdanken sie neben eigenem Lerneifer auch konsequenter Unterstützung ...
www.op-online.de...

 

Es geht doch – ein Grund zur Freude!
15. März 2018. Ich kann mich noch gut erinnern an die Ankunft einer vierköpfigen Familie in Seligenstadt vor mehr als drei Jahren ...

Heute, drei Jahre später:
In der vergangenen Woche hat Familienvater Dr. Zaher Mohammad seine letzte Prüfung geschafft: Jetzt darf er als Arzt in Deutschland arbeiten, mit voller Anerkennung. Seine beiden Kinder haben einen Ausbildungsplatz und seine Ehefrau steht vor der letzten Prüfung zur Anerkennung als Krankenschwester. Da die Familie aus einem Land mit "schlechter Bleibeaussicht" kommt, mussten viele Wege und Maßnahmen durch die Ehrenamtlichen geleistet, musste die Förderung über Spenden finanziert werden.

Nach wie vor ist die Familie gezwungen, in einer Flüchtlingsunterkunft zu leben, da die "bürokratischen Mühlen" im Asylverfahren anderen Zeitrahmen folgen und der Staat die Abschiebung betreibt. Auf einen Arzt, eine Krankenschwester, eine Arzthelferin in Ausbildung und einen Auszubildender im Hotelgewerbe müsste dann verzichtet werden. 



Facharzt Dr. Zaher Mohammad, geboren in Afghanistan, flüchtete mit seiner Familie aus der Ukraine nach Deutschland. Bei der Vollversammlung des AK Willkommen in Seligenstadt am 13. Oktober 2015 bekundete er seine Hoffnung, als Arzt auch in Deutschland arbeiten zu können.

In diesem Spannungsfeld lebt die Arbeit der Ehrenamtlichen für die Integration – mitten unter uns. Und so bleibt die Hoffnung, dass sich in Zukunft der eine oder andere, der sich so vehement gegen die Aufnahme von Geflüchteten einsetzt, daran erinnert, wenn er von einer freundlichen Arzthelferin begrüßt, im Hotel bedient, im Krankenhaus gepflegt und von einem Arzt versorgt wird – dass dies durch Menschen geschieht, die er eigentlich gar nicht hier haben wollte.

Ich habe mir diese Erkenntnis schon heute gegönnt – warum soll ich bis später warten? Es ist doch auch sehr schön, sich jetzt zu freuen. Ich wünsche der Familie viel Glück!

Burkard Müller


 

Lions Club Seligenstadt unterstützt FLIDUM
13. März 2018. Aus dem Erlös der Advents-Kalenderaktion des Seligenstädter Lions Clubs werden soziale Projekte im Ostkreis unterstützt. Die Sprachförderung des AK Willkommen in Seligenstadt zählt auch in diesem Jahr zu den Begünstigten. Hanne Auer vom AK Willkommen bedankte sich anlässlich einer Veranstaltung der Lions im Kloster in Seligenstadt für die nachhaltige Unterstützung. In ihrer Ansprache bekundete sie ihre Freude darüber, dass mit der Spende zum einen die Arbeit der Ehrenamtlichen im FLIDUM gewürdigt wird, zum anderen aber auch die Bedeutung der Sprache als Kernelement der Integration Anerkennung erfährt.

FLIDUM (Flüchtlinge lernen integrativ Deutsch und mehr) ist mittlerweile als anerkannte Einrichtung etabliert. Der einstimmige Beschluss der Seligenstädter Stadtverordnetenversammlung, die Miet- und Mietnebenkosten zu übernehmen, ermöglichte die Gründung durch den AK im Jahr 2016. Von Spenden finanzieren sich der Schulbetrieb und die Lehrwerke. FLIDUM wird ausschließlich durch die Ehrenamtlichen des AK betrieben.

Neben dem Sprachunterricht ist FLIDUM mittlerweile auch eine feste Anlaufstellen für viele Fragen und Probleme der Geflüchteten, aber auch für Bürgerinnen und Bürger zum Fluchtthema und zur Situation in Seligenstadt geworden. 323 Schülerinnen und Schüler aus 17 Nationen haben sich seit Bestehen der Einrichtung zu Kursen angemeldet. Der Zulauf ist nach wie vor ungebrochen. Lernbereitschaft und Motivation der Kursbesucher sind hoch.

Die Weiterführung und Aufrechterhaltung lebt vom ehrenamtlichen Engagement und der Bereitschaft der Bevölkerung, diese Einrichtung materiell und ideell zu unterstützen. Der AK Willkommen in Seligenstadt bedankt sich für die nachhaltige Unterstützung.

 

Entwicklung der Sprachkompetenz der Geflüchteten ist im Umbruch
6. März 2018. Die Entwicklung der Sprachkompetenz für die Geflüchteten ist im Umbruch. 
So gestalten sich die derzeitigen Anforderungen:

  • Seit einigen Wochen kommen wieder mehr Geflüchtete zu uns. Diese "Neuen" gilt es jetzt mit entsprechender Sprachkompetenz zu versorgen.
  • Nachdem die öffentliche Hand für die Module "Einstieg Deutsch" keine Gelder für 2018 verfügbar hat, sind zusätzliche Lerneinheiten von ehrenamtlicher Seite erforderlich.
  • Vor allem die Einbeziehung der Frauen mit Kindern in einen sinnvollen Unterricht macht Sorge –  eine Kinderbetreuung und entsprechende Lernmodule sind noch nicht in Sicht. Aufgrund der aktuellen Situation wurde bis zum Sommer 2018 eine Notlösung durch die VHS Kreis OF und durch FLIDUM geschaffen. Dies ist jedoch nicht befriedigend und es bedarf weiterer Anstrengungen.
  • Es zeichnet sich ab, dass zur weiteren Integration Kleingruppen und Einzelförderung erforderlich sind. Diese Maßnahmen sind nicht im Kursplan aufgeführt. Wir bitten Interessenten, sich im FLIDUM zu melden. In 15 differenzierten Kleinstgruppen werden Maßnahmen durchgeführt. Dabei geht es um das Erreichen von Schulabschlüssen, die Vorbereitung zum Studium, auf einen Arbeits- oder einen Ausbildungsplatz.
  • Immer mehr Besucher der Integrationskurse des BAMF melden sich zurück, um ihre Sprachkompetenz zu erweitern. Die allgemein bekannten, durchschnittlich schlechten Ergebnisse dieser Kurse wollen nachgearbeitet sein.
  • Nach wie vor unterscheidet der Staat seit Jahren auch bei der Sprachförderung zwischen "guter und schlechter Bleibeaussicht". Im Verhältnis drückt sich das so aus, dass ca. 45 % der Geflüchteten nicht bzw. nur sporadisch Fördermöglichkeiten nutzen können.

Burkard Müller 

 

Kursausfall
28. Februar 2018. Der Kurs "Deutsch Alpha", den der AK Willkommen in Kooperation mit der VHS des Kreises Offenbach im FLIDUM anbot – vor allem mit Blick auf ein verbessertes Sprachangebot für Frauen mit Kindern –, kann in der vorgesehenen Form nicht durchgeführt werden. Gestern erhielt die VHS die endgültige Absage. Zwar erfülle die Maßnahme die Voraussetzungen für finanzielle Förderung, die Mittel des Bundes dafür sind allerdings erschöpft.

Problemstellung: In Seligenstadt, Mainhausen und Hainburg können zurzeit wegen der fehlenden Kinderbetreuung ca. 45 Frauen nicht am Deutschunterricht teilnehmen. Viele kommen aus Ländern mit einer "schlechten Bleibeaussicht" – damit ist die staatliche Sprachförderung nur sehr begrenzt möglich.

Bedauerlich ist, dass wieder einmal die Frauen auf der Strecke bleiben. Zur Zeit wird versucht, im fraglichen Zeitfenster einen Kurs in reduzierter Form aus anderen Mitteln zustandebringen . Auch dieser soll im FLIDUM stattfinden. Unabhängig davon ist es jetzt wichtig, gemeinsam Lösungen zu finden, wie eine Qualifizierung – vor allem der Frauen mit Kindern – in unserem Bereich entwickelt werden kann. Dazu bitten wir alle, denen die Integration der Frauen wichtig ist, um Mithilfe: ideell, materiell, mit Helferinnen und Helfern. 

 

Engagement in der Flüchtlingshilfe
26. Februar 2018. Im Auftrag des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ) hat das Institut für Demoskopie Allensbach eine Studie zum Engagement in der Flüchtlingshilfe seit 2015 durchgeführt. Über die Ergebnisse informiert das BMFSFJ in einer Meldung vom 7.2.2018 auf seiner Website:

Seit 2015 haben insgesamt 55 Prozent der Bevölkerung ab 16 Jahren Flüchtlinge in Deutschland unterstützt. Aktuell leisten noch 19 Prozent der Bevölkerung aktive Flüchtlingshilfe oder helfen auf andere Weise.

Die Studie zeigt, dass ein Aktivierungsschub wie im Herbst 2015 an die konkrete Notsituation gebunden ist: Viele der Ersthelferinnen und Ersthelfer haben ihr Engagement nach der Bewältigung der drängendsten Problemen beendet oder setzen es in anderen Bereichen fort. Aktive Flüchtlingshilfe, wie zum Beispiel Sprachunterricht, Begleitung bei Arztbesuchen oder Patenschaften, leisten derzeit noch 11 Prozent der Bevölkerung. Dreiviertel der aktiven Flüchtlingshelfer wollen ihr Engagement auch in den nächsten Jahren fortsetzen.

Weitere zentrale Aussagen der Studie lauten:

Die Studie zeigt aber auch kritische Stimmen:

Link zum 63-seitigen PDF "Engagement in der Flüchtlingshilfe"

 

"Einstieg Deutsch": Mittel für Sprachkurse aufgebraucht
21. Februar 2018. Im Seligenstädter Sprach- und Begegnungszentrum FLIDUM wurde das Sprachlern-Modell "Einstieg Deutsch" in Kooperation mit der VHS des Kreises vor einem Jahr gestartet. Jetzt droht das Aus.

"Sprache als Kernelement der Integration" – soweit die politische Botschaft ... die Realität sieht anders aus. Leider! Hier die Nachricht des Deutschen Volkshochschul-Verbands e. V (DVV) aus einer Mitteilung der Sprachkoordinatoren des Kreises Offenbach:

DVV-Sprachkursangebot „Einstieg Deutsch“ wird leider nicht weiter gefördert!
Leider wird das Sprachangebot „Einstieg Deutsch“ – das vom Deutschen Volkshochschulverband koordiniert wurde – nicht mehr weiter gefördert. Das Programm war sehr attraktiv – gerade für Menschen ohne Bleibeperspektive. Insbesondere die vorgegebene Begleitung durch Ehrenamtliche war in Stadt und Kreis Offenbach ein Erfolgsmodell. Möglich waren ebenso eine Förderung von Exkursionen und Kinderbetreuung. Nach Auskunft des DVV war das Projekt so erfolgreich, dass die bewilligten Mittel bis Ende 2018 gebunden sind und der DVV keine neuen Bewilligungen mehr aussprechen kann. 
 

Nicht betroffen sind die Deutschkurse, die im FLIDUM der AK Willkommen in Seligenstadt realisiert. Die Finanzierung dieser Kurse wird durch die Spenden und das Einbringen der Lehrtätigkeit der Ehrenamtlichen aufrechterhalten. 

 

Familiennachzug: Ein Kommentar zur Entscheidung des Bundestages
3. Februar 2018. Der Deutsche Bundestag hat mit den Stimmen von CDU und SPD die Verlängerung der Aussetzung der Familienzusammenführung für Geflüchtete mit subsidiärer Anerkennung auf den 1.8.2018 beschlossen. Danach soll ein Kontingent von maximal 1.000 Familienangehörigen und eine wie auch immer geartete Härtefall-Regelung gelten. Nach den veröffentlichten Umfragen finden 60 Prozent der Deutschen das gut, 40 Prozent nicht. Ich persönlich finde es nicht gut, aber in der Demokratie gibt es Spielregeln.

Was mich bewegt zu diesem Kommentar ist Folgendes:
Wie haben die betroffenen Geflüchteten in Seligenstadt darauf reagiert?! Es gab Tränen, auch nur stille Trauer. Eine Frau, deren kleines Kind noch in Eritrea ist, musste wegen einer Herzattacke mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus gebracht werden. Ob der aktuelle Beschluss die Ursache war, weiß ich nicht, gesundheitsförderlich war er sicherlich nicht.

Und meine Frage ist:
Was machen wir mit den Menschen in Seligenstadt, die hier sind? Es geht ja nicht nur um die Familienzusammenführung, sondern auch um die Frage, was konkret mit den Menschen passiert, die hier sind – ständig in der Angst, abgeschoben zu werden. Welche Antworten gibt es? Alle rechtskräftig nicht Anerkannten sollen abgeschoben werden, so lautet ein Vorschlag. Wir haben sehr viele Geflüchtete aus Afghanistan – wie unsicher es dort ist, wird fast täglich in den Medien  dokumentiert. 25 Kinder unter drei Jahren, 34 Frauen – alle zurückschicken? Sind die Befürworter auch bereit, ihnen das zu sagen – von Angesicht zu Angesicht? Das wäre u. a. die Konsequenz für die Seligenstädter Geflüchteten.

Mit den Ratschlägen an die Geflüchteten über das richtige Verhalten bei uns in Deutschland tun wir uns viel leichter: Lerne Deutsch, halte dich an die Gesetze, achte unsere Kultur, suche dir Arbeit, mache nachts die Lampen an deinem Fahrrad an, achte unseren Glauben und unsere Bräuche – das kommt vielen leicht über die Lippen. Es fehlt dann nur noch der Satz: Deine Familien wollen wir hier nicht und sobald sich die Möglichkeit dazu ergibt, schicken wir dich zurück.Jeder muss das mit sich ausmachen, ich jedenfalls habe für mich eine Entscheidung getroffen: Ich sehe weder unsere Stadt, noch unser Land oder sonst wen damit überfordert, wenn wir diesen Menschen eine Chance geben, in Seligenstadt zu bleiben.

Burkard Müller 

 

Informationsknotenpunkt: Handbookgermany.de 
1. Februar 2018. Ein Informationsportal für geflüchtete Menschen stellt handbookgermany.de dar: "Wir wollen nicht FÜR, sondern MIT den Menschen, die unsere Seite besuchen, arbeiten", schreiben die Initiatoren auf ihrer Website. handbookgermany.de will vertrauenswürdige Informationen aus erster Hand liefern und Grundlagenwissen zum Leben und Arbeiten in Deutschland vermitteln. Die mehrsprachige Redaktion bündelt bestehende Informationsangebote. Transportiert werden die Inhalte vor allem über kurze Videos in mehreren Sprachen: Deutsch, العربية (Arabic), English, فارسی/دری (Persisch).

Die Redaktion versteht die Website als "Informationsknotenpunkt für Deutschland". Sie teilt und verbreitet ihre Informationen vor allem über Facebook- und What's App-Gruppen, Blogs und Twitter. Hinter Konzept und Redaktion von handbookgermany.de steht der Neue deutsche Medienmacher e.V. (NdM), "ein Zusammenschluss von Medienschaffenden mit und ohne Migrationsgeschichte, die sich für mehr Vielfalt in den Medien einsetzen und u. a. geflüchtete Journalist*innen unterstützen". Finanziert wird das 2016 gestartete Projekt handbookgermany.de von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Integration und Flüchtlinge, in Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Partner Telekom und Adobe.

 

Plakate unterstützen die Wohnungssuche
22. Januar 2018. Mit einer Plakataktion zur Unterstützung der Geflüchteten, die eine Wohnung suchen, startet der AK Willkommen in dieser Woche. Plakate in verschiedenen Größen werden an den Kultursäulen und den Aushängen der Stadt Seligenstadt angebracht. Ziel der Aktion ist, die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf das ungelöste Problem der Unterbringung anerkannter Geflüchteter zu lenken. Das Plakat verweist auch auf das Video, das im Auftrag des AK Willkommen zu dieser Problematik erstellt wurde und über YouTube abrufbar ist.

Stichwort Wohnungssuche: Die Gesamtproblematik wird immer dringender. Immer mehr Asylbewerber erhalten ihre Anerkennung. Bedingt durch die Arbeitsmarksituation in Seligenstadt und Umgebung, aber auch aufgrund der qualifizierten Sprachausbildung haben die Geflüchteten an Relevanz für den Arbeitsmarkt gewonnen. Mehr als 70 Arbeitsplätze und mehr als 15 Ausbildungsplätze konnten bereits an suchende Unternehmen und Arbeitgeber vermittelt werden.

Das Plakatmotiv:


Zum Vergrößern auf das Bild klicken

 

Schulaufsatz
12. Januar 2018. N. ist fast 14 Jahre alt. Er ist mit seinem Vater aus Afghanistan geflohen und wohnt nun in Seligenstadt. Deutsch kann er schon sehr gut sprechen. Vater und Sohn haben bereits den Status der Anerkennung, die Familienzusammenführung wurde vor einem Jahr beantragt. Die Mutter wohnt mit einem weiteren Kind 2.000 km entfernt von Teheran. Als Frau kann sie allerdings nicht alleine reisen, sie wäre „Freiwild“. Familienzusammenführung ist für die Geflüchteten auch eine große finanzielle Herausforderung. Viele müssen nach der Genehmigung erst Jahre dafür sparen. Auch der bürokratische Aufwand ist enorm. Der AK Willkommen unterstützt nach Kräften die Bemühungen, die Familie zusammenzuführen. Im Schulunterricht hat N. einen Aufsatz geschrieben. Den Text veröffentlichen wir hier mit seinem Einverständnis:

Eine Flucht eines Vaters mit Sohn von Herat in Afghanistan nach Deutschland

Die Menschen in Afghanistan haben Angst. Taliban (religiöse Fanatiker) kämpfen mit Bomben und Waffen gegen die Regierung und töten viele Menschen. Wer nicht will, wie die Taliban es wollen, wird erschossen. Viele Menschen haben Angst um ihr Leben und flüchten. Vater S. flüchtet mit Sohn N. Richtung Deutschland.

Die Flucht beginnt. Das Ziel, die Grenze in den Iran, wird an einem Tag erreicht. Zwei Schlepper führen die Flüchtlinge durch das Land bis zur türkischen Grenze. Der Umgang miteinander ist geprägt von Angst und Gewalt. Ziel ist ein illegaler Grenzübergang in die Türkei. Iranische Grenzpolizei versucht mit Schusswaffen, den Grenzübergang zu verhindern. Alle haben große Angst.

Der Grenzübergang ist gelungen. Nach einem Tag im Schlepperhaus bekommen die Flüchtlinge eine Aufenthaltserlaubnis für die Türkei (4 Wochen). Mit Gummibooten bringt man die Flüchtlinge über die Ägais nach Griechenland. Auf der Insel Lesbos verbringen die Flüchtlinge Zeit in Lagern, wo sie registriert werden.

Sie sind nach langen Fußmärschen in Europa angekommen. Trauma. Wochenlange Fußmärsche. Griechenland, Mazedonien, Serbien, Ungarn, Österreich, Deutschland. Vater S. und Sohn sind im Aufnahmelager Gießen angekommen und werden registriert. Nach 2 ½ Jahren in einem Flüchtlingsheim in Seligenstadt.

Hier hat der Vater eine Arbeitsstelle und eine Wohnung gefunden. Hoffentlich dürfen Mama und Geschwister von N. auch bald nach Deutschland kommen und als Familie miteinander leben. Das wäre schön!!!

 

Integrationskonzept: Der zäheste aller Prozesse
Warum es nicht gelingen will, die Bemühungen zu Papier zu bringen 
10. Januar 2018. Seligenstadt/Hainburg - An einem der „dienstältesten“ Beschlüsse der Seligenstädter Stadtverordnetenversammlung beißt sich die Verwaltung seit 13 Jahren die Zähne aus. Aber auch im benachbarten Hainburg kommt das Projekt Integrationskonzept nur mit Mühe voran. ...
www.op-online.de...

 

Abwärtstendenz bei Flüchtlingszuteilung
Zahl der Menschen mit Anerkennungsstatus steigt
6. Januar 2018. Seligenstadt - Die Unterbringung von Asylbewerbern ist auch in Seligenstadt weiterhin ein Thema. Jeweils um die 160. 000 Euro hat die Stadt für die kommenden Jahre an Personal- und Sachkosten veranschlagt. ...
www.op-online.de...

 

Anzahl der Geflüchteten in Seligenstadt
4. Januar 2018.  Waren Ende 2015 bereits 262 Geflüchtete in Seligenstadt registriert, so ist die Anzahl mit 292 zum Jahresende 2017 nur leicht angestiegen. Den Höchststand erreichte Seligenstadt im Juni 2017 mit 328 geflüchteten Menschen:

- Anerkannt wurden davon mittlerweile 109 Geflüchtete.
- Auf eine Entscheidung ihres Asylantrags warten noch 183.
- Der Frauenanteil beträgt in Seligenstadt 40,4 % (118 Frauen).
- 72 Kinder im Alter von 0-10 Jahren leben in Seligenstadt (Anteil: 25,65 %), davon 40 Kinder unter drei Jahren.
- 26 Kinder sind zwischen 11 und 18 Jahre alt ( Anteil: 8,9 %).

Von den 292 Geflüchteten in Seligenstadt wohnen 246 Personen in Gemeinschaftsunterkünften der Stadt und des Kreises. 48 Personen sind privat untergebracht. Insgesamt wohnen noch 95 anerkannte Geflüchtete in Gemeinschaftsunterkünften – 30 in Einrichtungen des Kreises, 65 in Einrichtungen der Stadt Seligenstadt.

Diese Zahlen wurden dem Arbeitskreis nach der Sitzung des Ausschusses Jugend, Soziales und Bildung durch das Integrationsbüro der Stadt zur Verfügung gestellt. Sie beinhalten keine Aufgliederung nach Herkunftsländern. Zur weiteren Information hier ein Auszug aus der Pressemitteilung des Kreises Offenbach vom 12.12.2017:

Im Asylverfahren befinden sich, Stand Dezember 2017, 1.817 Flüchtlinge. Von denen, die seit Sommer 2015 angekommenen sind, wurden 2.926 anerkannt. Seit 2015 wurden mit Unterstützung der Pro Arbeit knapp 1.659 Flüchtlinge in den sogenannten ersten Arbeitsmarkt oder in eine Ausbildung vermittelt. Einige kehrten auch freiwillig in ihre Heimat zurück oder wurden abgeschoben. Die Zahl der Abschiebungen und Ausweisungen belief sich in diesem Jahr bisher auf 106; 72 Flüchtlinge sind freiwillig in ihre Heimat zurückgekehrt.

 

Das FLIDUM-Projekt

Ein der Integration von Flüchtlingen dienendes Projekt hat der AK Willkommen ins Leben gerufen: FLIDUM. Der Projektname steht für „ Flüchtlinge Lernen integrativ Deutsch und mehr“. Ziel von FLIDUM ist es, einen zentralen Ort für den Spracherwerb, die Ausbildung und Arbeitsfindung sowie einen festen Orientierungspunkt für den Austausch mit Behörden, Bürgern und Vereinen zu schaffen. Dafür werden Sponsoren gesucht.

Mit Unterstützung der Stadt Seligenstadt soll Mitte 2016 diese zentrale Einrichtung geschaffen werden. Sie sieht unter anderem mehrere, feste Klassenzimmer sowie einen virtuellen Klassenraum vor. Dadurch können verschiedene Deutschkurse parallel unter einem Dach stattfinden. Die räumliche Bündelung der zurzeit noch in vielen unterschiedlichen Räumlichkeiten stattfindenden Deutschkurse für Flüchtlinge wird einen effektiveren Unterricht ermöglichen. Zudem soll FLIDUM eine Vernetzungsstelle zwischen Flüchtlingen, Sprachhelfern, Vereinen, interessierten Bürgern, Wohnungseigentümern sowie Unternehmen, der IHK und der Agentur Pro Arbeit werden, um den Integrationsprozess zu fördern.

Interessierte Seligenstädter, Unternehmen und Sponsoren können sich zur Kontaktaufnahme direkt an den Arbeitskreis wenden: per Mail an Fluechtlinge(dot)Seligenstadt(at)gmail(dot)com.

Alle Fraktionen haben in der Stadtverordnetenversammlung am 30. November 2015 das Projekt FLIDUM des AK Willkommen in Seligenstadt Ehrenamtliche helfen Flüchtlingen unterstützt. Eingebracht hatte den Antrag die FDP-Fraktion im Stadtparlament. Der AK Willkommen hatte ein Konzeptpapier vorgelegt.

Vertreter der CDU, der Grünen, der SPD und der FDP wiesen in der Aussprache auf die wertvolle Arbeit der Ehrenamtlichen und die Notwendigkeit der Integration hin. Mit dem Projekt FLIDUM leisten der Arbeitskreis und die Stadt dazu einen wichtigen Beitrag.

   

Wichtige Hinweise des AK Willkommen zur Unterstützung durch Spenden

Informationen über Sachspenden finden Sie in der Rubrik Sachspenden.

Fahrradspenden: Bitte geben Sie nur funktionsfähige Fahrräder im Fundus ab (siehe Sachspenden).

Geldspenden: Der Arbeitskreis Willkommen in Seligenstadt – Ehrenamtliche helfen Flüchtlingen hat ein Unterkonto für Geldspenden bei der Kath. Pfarrgemeinde St. Marien in Seligenstadt eingerichtet. Sie können für Ihre Spenden an die Flüchtlingshilfe auch eine steuerrechtlich wirksame Spendenquittung erhalten. Die Spenden werden für die Flüchtlingshilfe und die damit verbundenen Aufwendungen, z. B. Deutschkurse, Fundus, Veranstaltungen oder Notunterstützung von Flüchtlingen verwandt. Sie können mit Ihrer Spende aber auch eine bestimmte Maßnahme unterstützen.

Spendenkonto:

Kath. Pfarrgemeinde St. Marien – Flüchtlingshilfe
Institut: Sparkasse Langen-Seligenstadt
IBAN: DE14 5065 2124 0001 1362 25
Verwendungszweck: Flüchtlingshilfe (oder spez. Verwendungszweck)

Herzlich einladen möchten wir Sie zu unseren Begegnungscafés.
Alle Termine finden Sie auch auf unserer Website.

 

  • Rund 5,5 Stunden pro Woche verwenden Freiwillige in der Flüchtlingshilfe durchschnittlich für ihren Einsatz; der durchschnittliche Zeitaufwand in anderen Bereichen des Engagements beträgt 3,7 Stunden.
  • Eine deutliche Mehrheit der Engagierten berichtet über Rückhalt für ihr Engagement im eigenen Umfeld: 67 Prozent erleben in der Regel positive Reaktionen aus dem persönlichen Umfeld; auch in Ostdeutschland und in ländlichen Regionen berichten ca. 60 Prozent von weit überwiegend positiven Reaktionen.
  • 81 Prozent geben an, viel Dankbarkeit von Flüchtlingen zu erfahren; 64 Prozent, dass sie bei ihrer Hilfe Neues erfahren und gelernt haben. 60 Prozent haben durch das Engagement neue Freunde gewonnen.
  • 80 Prozent der aktiven Helferinnen und Helfer berichten über viel Freude an ihrem Engagement. Häufiger als andere legen die Engagierten in der Flüchtlingshilfe Wert darauf, sich gesellschaftlich zu engagieren (69 Prozent) und etwas zur Verwirklichung sozialer Gerechtigkeit beizutragen (84 Prozent; im Durchschnitt der Bevölkerung möchten das immerhin auch 65 Prozent).
  • 24 Prozent der Flüchtlingshelferinnen und Flüchtlingshelfer geben an, sie seien wegen ihres Engagements angefeindet oder beleidigt worden.
  • 58 Prozent sind skeptisch, was die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt betrifft. Probleme werden bei den Engagierten am häufigsten durch bürokratische Hürden (54 Prozent) und Verständigungsprobleme (48 Prozent) erlebt. 61 Prozent der Engagierten wünschen sich eine schnellere und weniger komplizierte Zusammenarbeit mit den amtlichen Stellen.